Ehrenmedaillen für Marburger THW-Helfer

Festveranstaltung im Landratsamt in Marburg

Marburg-Biedenkopf – Dank und Anerkennung für langjähriges und aktives Engagement: Landrätin Kirsten Fründt hat am Dienstagabend im Landratsamt rund 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Katastrophenschutzes die Katastrophenschutz-Medaille des Landes Hessen überreicht.

 

„Wir würdigen heute eine besondere Form des Ehrenamtes und zeichnen Menschen aus, die sich seit mindestens zehn Jahren in den verschiedenen Organisationen des Katastrophenschutzes für das Gemeinwohl einsetzen“, betonte die Landrätin.

Die Katastrophenschutz-Medaille des Landes Hessen, im Jahr 2003 vom damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch gestiftet, wird in den Stufen Bronze (mindestens 10 Jahre aktive Dienstzeit), Silber (mindestens 25 Jahre aktive Dienstzeit) und Gold (mindestens 40 Jahre aktive Dienstzeit) verliehen.

Das Ehrenamt ist die tragende Säule des Katastrophenschutzes. Deshalb ist die Gesellschaft diesen ehrenamtlich engagierten Menschen zu großem Dank verpflichtet“, stellte die Landrätin fest. Der Einsatz während des Elbe-Hochwassers im Jahr 2013, bei dem auch mehr als 100 Helferinnen und Helfer des heimischen Katastrophenschutzes im Einsatz waren, habe nicht nur eindrucksvoll gezeigt, dass der Katastrophenschutz gebraucht wird. „Er hat zudem deutlich gemacht, was die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu leisten im Stande sind. Dafür ziehe ich sprichwörtlich den Hut“, erklärte Kirsten Fründt.

Sie verwies außerdem auf die intensive und anspruchsvolle Ausbildung, die die Helferinnen und Helfer absolvieren müssten, bevor sie überhaupt eingesetzt werden könnten. „Das ist nur ein Aspekt, in dem sich das Ehrenamt im Katastrophenschutz von anderen Ehrenämtern unterscheidet“, sagte die Landrätin. Die Menschen, die sich ehrenamtlich in der Gefahrenabwehr engagieren, seien echte Vorbilder für die Gesellschaft.

Sie zeichnete am Dienstagabend Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Marburg, des Deutschen Roten Kreuzes aus Marburg und Biedenkopf sowie Einsatzkräfte der Katastrophenschutz-Löschzüge (Feuerwehr) aus Gladenbach, Marburg, Angelburg, Neustadt und Amöneburg aus.

„Ich wünsche mir, dass diese Auszeichnungen nicht nur eine Würdigung des bisher Geleisteten sind sondern auch als Ansporn und Motivation für einen andauernden Einsatz dienen. Wir brauchen Sie auch in Zukunft alle“, sagte Landrätin Fründt zu den Geehrten.

Sie nutzte die Gelegenheit auch, den Arbeitgebern dafür zu danken, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Katastrophenschutz-Organisationen aktiv sind, für diesen Dienst freizustellen: „Zwar gibt es dafür eine gesetzliche Verpflichtung, wir wissen aber auch, dass es nicht allen Arbeitgebern immer leicht fällt, Mitarbeiter manchmal für mehrere Tage ziehen zu lassen. Daher gehört auch den großen und kleineren Firmen im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Dankeschön.

Während der Veranstaltung wurden Anni Braun und Irmtraud Linne für 40-jährige Dienstzeit mit der Katastrophenschutz-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Außerdem wurde nachträglich Helfer des THW Marburg für Ihren Einsatz beim Hochwasser 2013 in Ostdeutschland ausgezeichnet.

Miriam Textor erhielt die Elebflutmedaille 2013

Moritz Wodtke, Patrick Preis und Erik Köhler erhielten die Einsatzmedaille Fluthilfe 2013 der Bundesregierung.

 

 

 

(Pressemitteilung Landkreis Marburg-Biedenkopf, 391/2014 vom 22.10.2014)

 


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