THW Marburg trauert um seinen Kreisbeauftragten

Gerhard Linne nach kurzer schwerer Krankheit verstorben

Das Technische Hilfswerk in Marburg trauert um seinen langjährigen Orts- und Kreisbeauftragten. Er verstarb am 25.08.2016 nach einer kurzen schweren Krankheit im Kreise seiner Familie.

Gerhard Linne trat in 1969 in das Technische Hilfswerk in Marburg ein. Er war Ortsbeauftragter des THW in Marburg von 1971 bis 2008. Seit 1975 war er außerdem Kreisbeauftragter des THW für den Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Sein Organisationstalent sorgte sehr schnell für die Übernahme von Führungspositionen innerhalb des THW´s innerhalb der ersten beiden Jahre im THW Marburg stieg er vom Gruppenführer zum Zugführer und letztlich zum Ortsbeauftragten auf.

Bereits in den ersten Jahren sorgte er für eine rasante Entwicklung des THW in Marburg. Die Mitgliederzahlen wuchsen schnell auf über 50 Helfer und er sorgte dafür, dass der Ortsverband Standort für einen kompletten Bergungszug wurde. Später wurde auf seine Initiative ein weiterer Instandsetzungszug in Marburg stationiert und die Helferzahlen wuchsen auf weit über 80 Personen an.

Sehr früh galt sein Engagement auch der vernünftigen Unterbringung des Ortsverbandes und den Fahrzeugen, sowie der Ausstattung.

Seine direkte Intervention beim damaligen Innenminister Hans-Dietrich Genscher sorgte dafür, dass der Ortsverband aus der völlig unzureichenden Liegenschaft auf dem Gelände der Deutschhaus-Garagen in einen Neubau in der Molkereistraße in der Nähe des Südbahnhofes umziehen konnte. Dies war zur damaligen Zeit die modernste THW-Unterkunft in ganz Deutschland, die danach noch mehrfach im Bundesgebiet in diesem Baumuster gebaut wurde.

Die optimale Ausstattung seines Ortsverbandes und seiner Helfer war ihm immer eine Herzensangelegenheit, die er mit einer großen Kraftanstrengung verfolgte. Als Vorsitzender des Fördervereins des THW Marburg wurden unter seiner Federführen über Jahrzehnte hinweg zusätzliche Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge beschafft, um die bundesbeschaffte und manchmal nicht 100%ig durchdachte Ausrüstung des THW´s für die hiesigen Gegebenheiten zu erweitern. Der Ortsverband Marburg gehört so noch heute zu den bestausgerüsteten innerhalb des THW in der Region.

Während seiner weit über 40-jährigen Dienstzeit führte er in unzähligen Einsätzen nach Katastrophen und Großschadenslagen seine THW Einheiten, die weit über die Landkreisgrenzen hinaus Bürgern in Not Hilfe brachten. Als Schlaglichter wären hier der Großbrand der Ergee-Werke in Neustadt, der Deutschen Fernsprecher Gesellschaft in Marburg, der Tankwagenkatastrohe in Herborn, die Hilfeleistungen nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Landkreis Gießen oder auch die Hilfseinsätze während der Hochwasserkatastrophe im hiesigen Landkreis und den Jahrhunderthochwassern an Oder und Elbe in Ostdeutschland zu nennen. Er selbst führte Anfang der 90er-Jahre einen Hilfsgütertransport mit aus dem Landkreis gespendeten Lebensmitteln und medizinischen Geräten in das russische St. Petersburg und verteilte diese zusammen mit Marburger THW-Kräften vor Ort. Die Liste wäre ewig lang weiter zu führen.

Für seine Verdienste wurde er vielfach ausgezeichnet. Er war Träger der höchsten THW-Auszeichnungen, ebenso wie Auszeichnungen der Feuerwehr und des Landes-Katastrophenschutzes.

Er war einer der dienstältesten Orts- und Kreisbeauftragten seiner Organisation

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