Errichtung eines Flüchtlingscamps in Stadtallendorf

Binnen kürzester Zeit entsteht eine Bleibe für 600 Personen

Der Zustrom von Asylbewerbern nach Deutschland nimmt weiter kein Ende. Allerorts werden dringendst Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. Als letzte Notmaßnahme bleibt meist nur noch die Errichtung von Zeltcamps um den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben.

Am Samstagvormittag erhält die Gefahrenabwehr des Landkreises Marburg-Biedenkopf den Auftrag ein solches Zeltcamp für etwa 600 Personen auf einem Bundeswehrgelände in Stadtallendorf zu errichten und für die erste Zeit zu betreiben. 

Am Nachmittag erhielt das THW Marburg den Auftrag sich um die komplette Energieversorgung im Camp zu kümmern. Zusätzlich wurde der THW Ortsverband Biedenkopf alarmiert, um mit der Fachgruppe Elektroversorgung den Einsatz zu unterstützen.

Nahezu alle Einheiten des Katastrophenschutzes aus dem hiesigen Landkreis wurden nach und nach zur Hilfeleistung angefordert, denn die ersten Flüchtlinge sollten bereits gegen Mitternacht in Stadtallendorf eintreffen.

Während die Einheiten der Feuerwehr, des DRK und der Bundeswehr über 50 Zelte aufbauten, einen Sanitätsbereich und Verpflegungsbereiche einrichteten. Sorgten die Einsatzkräfte des THW Marburg im ersten Schritt für die notwendige Beleuchtung an den verschiedensten Stellen des Camps. Teilweise an Stellen, die für den späteren Betrieb nötig waren, teilweise um den nächtlichen Aufbau des Lagers zu ermöglichen.

Nachdem die Zelte aufgebaut und mit Feldbetten ausgestattet waren, begann die Arbeit für die Helfer des THW im Camp. Jedes Zelt musste mit elektrischem Strom, Beleuchtung und einer Heizung ausgestattet werden. Zusätzlich sollte eine Ausleuchtung des Zeltplatzes und von Verkehrswegen zusammen mit den THW-Kollegen aus Biedenkopf wurden so in der Nacht etwa 1500 Meter Kabel verlegt, Elektroverteilungen gebaut und Scheinwerfer und mobile Lichtmasten installiert. Zur Stromversorgung wurden die beim THW-Marburg stationierten Stromerzeuger mit 250 kVA und 68 kVA Leistung installiert. Ebenso wurden die gelieferten Ölheizungen für die Zelte angeschlossen und Sanitärbereiche mit Beleuchtung versorgt.

Nach einer durchgearbeiteten Nacht erfolgte eine Ablösung bis zum Abend durch THW-Einsatzkräfte aus Erlensee, die die Elektroanlage im Camp weiter ausbauten.

Von diesem Abend an betrieben die THW-Helfer aus Marburg und Biedenkopf über eine Woche hinweg im 24-Stunden Schichtbetrieb die Stromerzeuger und die komplette Elektroanlage im Camp und bauten sie immer weiter aus. Sie behoben kleine Störungen, die hauptsächlich an den Ölheizungen auftraten und waren ständige Ansprechpartner für alle technischen Fragen im Flüchtlingscamp. Danach wurden die ehrenamtlichen Helfer von Arbeitskräften einer Firma abglöst, die von den THW-Helfern in die Energieanlage einwiesen wurden.  

 

 


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