Mantrailer weist den Weg zu vermisstem Jungen

Suche nach 13-jährigem in der Nacht endet glücklich

Am frühen Mittwochmorgen gegen zwei Uhr wurde das Mantrailer-Rettungshundeteam des Ortsverbandes alarmiert.

An einer Brücke der Bundesstraße 3 war gegen Mitternacht ein Junge mit einem Fahrrad gesichtet worden. Die reichlich ungewöhnliche Zeit und der ungewöhnliche Ort veranlasste eine Rettungswagenbesatzung anzuhalten, um die genaueren Gründe herauszufinden. Als sie zurückgesetzt hatten war der Junge jedoch verschwunden. An der Brücke lagen lediglich noch das Fahrrad, eine Jacke und eine Geldbörse.

Schnell stellte sich heraus, dass der Junge wohl nach einem Streit ausgerissen war. Sofort wurde durch die Polizei eine große Suchaktion gestartet, an der bis zu fünf Streifenwagen, einige Zivilstreifen, ein Polizeihubschrauber und eine Streife der Bundespolizei beteiligt waren. Die angrenzende Bahnstrecke Frankfurt/Kassel wurde voll gesperrt.

Da der Junge bislang nicht gefunden werden konnte und man auch inzwischen von einem Unglücksfall ausging, sollte der Mantrailer-Rettungshund nun bei der Suche unterstützen.

Der Hund konnte die Spur des Jungen aufnehmen und verfolgen.  Für die Suche des Hundes  musste zeitweise auch die autobahnähnlich ausgebaute Bundestraße 3 voll gesperrt werden.

Das Rettungshundeteam verfolgte die Spur des vermissten Jungen bis zu einem nahegelegen Baggersee, wo der Hund in ein sumpfiges Dickicht eindringen wollte, in dem sich der Junge befand. Wohl aus Angst verließ der Junge daraufhin sein Versteck und lief genau in die Arme einer Streifenwagenbesatzung. Die THW Helfer versorgten den völlig durchnässten und ausgekühlten Jungen mit einer Thermodecke, der dann von der Polizei wieder zu seinen Eltern gebracht wurde.